Tipps wie Sie eine schlechte Dämmung erkennen und vermeiden

In Zeiten der Wohnraumverknappung werden Häuser vom Keller bis unters Dach als Wohnraum ausgebaut. Gerade im Bereich der Dämmung sollten Sie dabei ein paar Dinge beachten. 

Mit der Dämmung verhält es sich ähnlich, wie mit meiner Winterjacke. Wenn die Nähte nicht richtig verarbeitet sind, der Reißverschluss klemmt oder die Füllung Löcher hat, kann mich meine Winterjacke nicht richtig warmhalten und der Körper muss mehr heizen. Ist die Dämmung Ihres Hauses schlecht oder gar nicht vorhanden, verliert es die produzierte Wärme über die schlecht gedämmten Bauteile.

Schnee verrät Ihnen eine schlechte Dachdämmung

Gerade nach einem Schneefall ist auf Dächern gut zu erkennen, welches Dach eine gute Dämmung hat und welches nicht. Anders als vielleicht vermutet, haben die Dächer mit einer geschlossenen Schneedecke die bessere Dämmung. Verflüchtigt sich der Schnee auf dem anderen Dach, obwohl beide die gleiche Dachneigung haben oder ist das Dach gescheckt mit Schneeflecken wie die Kuh auf der Weide, ist das ein klares Zeichen für eine unzureichende Dämmung. Der Schnee schmilzt auf dem Dach, weil die aufgeheizte Luft durch die schlechte Dämmung in die Dachpfannen dringt.

Energieeinsparverordnung (EnEV) wird oft ignoriert

In der Energieeinsparverordnung wird der Wärmeschutz von Gebäuden und der Energieeffizienz der Anlagentechnik vereint. Die höheren Anforderungen an die Energieeffizienz betrifft vor allem Neubauten. Mit den neuen Standards ist für die Dachbodendämmung ein Mindestwärmeschutz Pflicht. Achten Sie bei Ihren Maßnahmen für eine richtige Dämmung also nicht nur auf das Dach selbst, sondern auch auf die Decken von den Räumen, die direkt unter Ihrem unbeheizten Dachboden liegen. Über Energieausweise können Sie heute bei allen Immobilienportalen lesen, denn möchten Sie heute eine Immobilie vermieten oder verkaufen, müssen Sie schon in der Anzeige Angaben zur Energieeffizienzklasse machen und bei der ersten Besichtigung einen Energieausweis vorlegen.

Neue Fenster und das wars?

Ob Fenster undicht sind, können Sie mit ganz einfachen Mitteln herausfinden. Eine ganz simple Möglichkeit ist, mit einer brennenden Kerze an den vermeintlich undichten Türen und Fenstern entlang zu gehen. Wenn die Flamme genau in dem Bereich mehr flackert, spricht dies für Zug und Undichtigkeiten. Ein sehr modernes und einfaches Mittel ist eine Wärmebildkamera. Sie zeigt Ihnen genau in welchem Bereich Ihres Haus die Schwachstellen sind. Tauschen Sie aber nur die undichten alten Fenster gegen zweifach- oder dreifachverglaste Fenster, reicht das nicht aus. Damit Sie nicht vom Regen in die Traufe kommen, empfehle ich Ihnen die energetische Sanierung ganzheitlich von einem Fachmann planen zu lassen. Bei dem lediglichen Ersatz der Fenster ohne Dämmung der Fassade, kommt es häufig zur Schimmelbildung im Fensterlaibungsbereich. Denn hier setzt sich gerne Kondensat ab. Dadurch kann Schimmel entstehen, vor allem, wenn Sie dann nicht ausreichend lüften und heizen. Denn auch das darf nicht vernachlässigt werden, nur weil Sie neue Fenster haben.

Mein Fazit: Wenn meine Winterjacke nicht mehr richtig warmhält, kaufe ich mir entweder eine neue oder bringe Sie zum Schneider, damit Sie fachgerecht vom Profi in Stand gesetzt wird. Bevor ich selbst loslege und mit do-it-yourself Maßnahmen mein Haus wieder dicht bekommen möchte, hole ich mir Rat und Tat beim Fachmann. Auch die Heizungsanlage lasse ich sicherheitshalber mal überprüfen.

 

Über die Autorin:

Sandra Frielingsdorf

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