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Baufeuchte vermeiden: Was Sie bei Neubauten beachten sollten

Eintretende Feuchtigkeit während der Bauphase kann zu nachträglichen Feuchteschäden führen

Baufeuchte ist vor allem bei Neubauten ein Thema und kann zu Folgeschäden führen

Allgemein versteht man unter Neubaufeuchte die Feuchtigkeit, die während der Bauphase in den Baustoffen verarbeitet wird. Durch den Eintrag von Wasser in der Bauphase steigt auch die Gefahr von nachträglichen Feuchteschäden, wie Schimmelbildung, insbesondere, wenn keine entsprechenden Massnahmen gegen Baufeuchte unternommen werden. Oft wird unterschätzt, wie viel Wasser während der Bauphase benötigt wird. Grundsätzlich kann man sagen, dass in neuen Gebäuden durchschnittlich ca. 100 Liter Wasser pro m² Wohnfläche verarbeitet werden. Die Feuchtigkeit in der Baukonstruktion ist unter anderem verbunden mit der Verarbeitung der verschiedenen Baustoffe, wie Putz, Mörtel, Beton oder Estrich. Dadurch entsteht Baufeuchte, die gezielt durch Massnahmen, wie effektives Lüften und Heizen abgeführt werden kann.

Entstehungsarten von Baufeuchte

Die beim Häuserbau verwendeten Baustoffe müssen vielfach mit Wasser angemischt werden, um die optimale Konsistenz für die Verarbeitung zu erhalten. Doch neben der Verwendung von feuchten Baustoffen kann das Auftreten von Baufeuchtigkeit auch noch auf andere Ursachen zurückgeführt werden:

  • Wenn kein Dach auf dem Neubau ist, kann es in die Baukonstruktion reinregnen und somit zu einem Feuchteschaden kommen.
  • Sind die Aussenabdichtung und die Fassade nicht fertiggestellt, kann Feuchte in die Baukonstruktion eindringen.

Folgen von Baufeuchte

Baufeuchtigkeit kann zu Feuchteschäden in Gebäuden führen. Diese Schäden können zu einem Schimmelbefall führen, welcher ein gesundheitliches Risiko vor allem für ältere Menschen, Kinder oder immungeschwächte Menschen darstellt. Atemwegserkrankungen, Allergien oder Infekte sind mögliche Folgen eines Schimmelbefalls in Ihrem Gebäude. Neben Schimmel können durch extreme Baufeuchte auch Putzabplatzungen oder Salzausblühungen entstehen, wodurch sich dann der Putz oder die Tapeten lösen können.

Es gibt verschiedene Methoden zur Bekämpfung von Baufeuchte bei Neubauten

Baufeuchte richtig vorbeugen

Das wichtigste Element zum Vorbeugen gegen Baufeuchte ist: Zeit. Da die Baustoffe während der Bauphase sehr viel Wasser enthalten, braucht es Zeit bis diese die Feuchtigkeit an die Raumluft übergeben und die feuchte Luft abtransportiert wird. Oft wird diese notwendige Trocknungsphase in die Planung eines Hausbaus nicht eingerechnet. Grundsätzlich geht man von einer Trocknungszeit von 1-2 Jahren aus, welche abhängig von den eingesetzten Baumaterialen ist. Neben der Planung einer ausreichenden Trocknungsphase gibt es einige Massnahmen, die Sie bei dem Umzug in einen Neubau beachten sollten:

  1. Lüften: Das richtige Lüftungsverhalten hilft nicht nur das Risiko von Baufeuchte zu verringern, sondern auch vor einem Schimmelbefall zu schützen. Besonders in den ersten Monaten nach dem Einzug in Ihren Neubau sollten Sie sehr häufig täglich Stoss- und Querlüften. Um gezielt den richtigen Moment zum Lüften zu identifizieren, empfiehlt sich ein Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen zu messen. Ab einem Feuchtigkeitsgehalt von 60 % in Ihren Wohnräumen sollten Sie lüften. Achten Sie auch darauf, dass Sie grosse und sperrige Möbel nicht direkt nach Einzug vor die Wände stellen. Lassen Sie ein wenig Platz zwischen Möbelstück und Wand, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
     
  2. Heizen: Um Baufeuchte schneller loszuwerden, sollten Sie im ersten Jahr nach dem Hausbau nicht mit dem Heizen sparen. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, wird somit, die sich im Mauerwerk befindende Feuchtigkeit, schneller abgeführt. Damit sind natürlich die Heizkosten in den ersten beiden Wintern höher, als in den folgenden, dennoch sollten Sie diese Mehrkosten in Kauf nehmen, um Baufeuchte und mögliche Folgeschäden zu vermeiden.
     
  3. Technische Trocknung: Bei Zeitnot kann zur Prävention gegen Baufeuchte auch eine technische Trocknung verwendet werden. In der Regel wird nach dem Aufbringen des Putzes mit der Trocknung begonnen. Die benötigte Zeit für die Trocknung kann nicht pauschal beantwortet werden, da die Trockendauer von dem Grad der Durchfeuchtung, der Wanddicke, der verwendeten Baustoffe und der eingesetzten Trocknungstechnik abhängt.
     
  4. Richtige Tapeten und Farben: Verwenden Sie diffusionsoffene Farben und Tapeten, damit die Wände noch ausreichend atmen und die Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk austreten kann.

Fazit: Die Gefahr von Baufeuchte ist vielen Bauherren nicht bewusst und wird in der Zeitplanung eines Hausbaus oft nicht berücksichtigt. Geben Sie dem Haus nach der Fertiggestellung ausreichend Zeit zum Trocknen und achten Sie auf ein richtiges Lüftungs- und Heizverhalten. Mit diesen Massnahmen verringern Sie das Risiko für mögliche Feuchteschäden und die daraus resultierende Gefahr von Schimmelbildung.

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