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Flexbandsystem: Betonsanierung in Tiefgarage

Die Obermarktpassage von Grund auf saniert

Die 84.000 Einwohner zählende Stadt Minden liegt im Nordosten von NRW, dort, wo Mittellandkanal und Weser sich kreuzen. Mitten im Zentrum befindet sich die Obermarktpassage – genau zwischen dem Busbahnhof und der Fußgängerzone „Obermarkt“.

Sanierung einer Tiefgarage mit dem ISOTEC-Flexbandsystem

Ab 1983 erbaut und 1985 eröffnet, stand das für die Stadtentwicklung von Minden wichtige Objekt mit Tiefgarage, Gewerbeflächen und Wohnungen rund zehn Jahre weitgehend leer. Scheiterte die Weiterentwicklung in den 2010er Jahren an den schwierigen Eigentumsverhältnissen, begann mit dem Verkauf an die AIM-Center GmbH aus Passau die Revitalisierung. Systematisch wird der entstandene Sanierungsstau aufgelöst. Ganz oben auf der Agenda stand die nachhaltige Instandsetzung der Tiefgarage mit ihren rund 500 Stellplätzen auf mehrere Ebenen. Mit dem ISOTEC-Flexbandsystem zur Sanierung von Betonbauteilen, einer Kombination aus Rissinjektion und ISOTEC-Flexband, wurde sie für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht.

massiver Wassereintritt durch Fugen und Risse in der Sohle

„Wir hatten in der Tiefgarage der Mindener Obermarktpassage massiven Wassereintritt und zahlreiche Pfützen auf dem Boden vorgefunden“, berichtet der Geschäftsführer des ISOTEC-Fachbetriebes aus Bünde von seinem Ersttermin in dem Objekt. „Das Wasser trat durch Fugen und Risse in der Sohle sowie in den Betonwänden ungehindert ein.“

Feuchtigkeitsprobleme von Anfang an

Nach Auskunft des am Bau der Obermarktpassage Anfang der 1980-er Jahre beteiligten Planers Dipl.-Ingenieur Heinz-Ulrich Möller, gab es in dieser Tiefgarage schon von Anfang an „gewisse Feuchtigkeitsprobleme“. „Man muss berücksichtigen, dass das Gebäude im Weser-Kies steht und es damit eine direkte Verbindung zum Fluss hat. Führt die Weser viel Wasser, steht auch hier das Wasser hoch an.“

Sanierung von Betonbauteilen

Zwei typische Ursachen für Feuchteschäden

„Abgesehen davon zeigt diese Tiefgarage zwei typische Hauptprobleme mit Feuchtigkeit“, ergänzt Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor, stellvertretender Technischer Leiter der ISOTEC-Gruppe. „Das eine ist die Feuchtigkeit, die von unten und von der Seite eintritt: aus Fugen und Rissen in der Sohle, dem Wand-Sohlen-Anschluss und den Betonwänden. Das zweite Problem ist die Feuchtigkeit, die über Jahre und Jahrzehnte in eine Tiefgarage eingetragen wird: durch Autos, Regenfälle, Schnee und Streusalze. Alles zusammen führt zu massiven Beschädigungen an den Betonbauteilen: Böden, Wand-Sohlen-Anschlüssen, Wänden und Stützen.“

Risse schon ab 0,2 mm wasserführend

Bei der Vor-Ort-Analyse der ISOTEC-Experten wurden das Schadensbild, die Ursachen der Feuchteschäden und die konkreten Rissbreiten in den Betonbauteilen ermittelt. Schon ab einer Rissbreite von nur 0,2 mm kann Wasser eindringen. Und ist dies der Fall, weiß man gleichzeitig auch, dass der Riss durch das ganze Bauteil verläuft. „Dann sollte man sehr schnell handeln und die Risse verschließen“, so Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor. „Und wenn sogar Abplatzungen, Rost oder der Stahl hinter der Betonoberfläche sichtbar werden, besteht erhöhter Handlungsbedarf.“

Betonabdichtung mit dem ISOTEC-Flexbandsystem

Das 1990 gegründete Spezialunternehmen ISOTEC hat speziell für die Sanierung von Betonbauteilen ein eigenes Verfahren entwickelt: das ISOTEC-Flexbandsystem.

Rissinjektion mit PU-Harz

Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Rissinjektion und einem Flexband, das den Beton abdichtet und den Wassereintritt dauerhaft stoppt. Bei der Rissinjektion wird ein PU-Harz (Polyurethan-Harz) im Hochdruckverfahren gespritzt. Dieses spezielle Kunstharz ist besonders flexibel, wasserundurchlässig und beständig gegen jede Art von Feuchte. Sollte das Wasser direkt auf die Bauteile drücken, wird vorab ein schnellhärtender PU-Schaum injiziert, der die Risse temporär verschließt und die eigentliche Rissinjektion mit PU-Harz ermöglicht. Das ISOTEC-Flexband ist ein spezielles Abdichtungsband, das mit einem Epoxidharzkleber mittig auf die Risse in den Betonbauteilen oder auf die Fugen zwischen den Bauteilen aufgetragen wird. Es erzielt eine elastische Abdichtung mit einer theoretischen Dehnbarkeit von bis zu 400 Prozent. „Das ist ein ausreichender Spielraum, um eine Abdichtung auch bei starken Rissbreitenänderungen, etwa durch Setzungen, sicherzustellen“, betont Dipl.-Ingenieur Thomas Molitor.

Mit Flexband den Wandsohlenanschluss abgedichtet

Obermarktpassage: Flexband verarbeitet

In der Tiefgarage der Obermarktpassage wurde das ISOTEC-Flexbandsystem auf einer Länge von über 300 Metern angewendet. Der Wand-Sohlen-Anschluss, also die Schnittstelle zwischen den Bauteilen Sohle und Wand, erwies sich auch in diesem Objekt als neuralgischer Punkt, der undicht war, Wasser eintreten ließ und konsequent abgedichtet werden musste.

Sanierung mit der ISOTEC Rissinjektion und Flexbandsystem

Fit für die nächsten Jahrzehnte

„Nach der Sanierung mit dem ISOTEC-Flexbandsystem ist diese Tiefgarage für die nächsten Jahrzehnte wieder fit gemacht“, betont der Geschäftsführer des ISOTEC-Fachbetriebs aus Bünde zum Abschluss der Arbeiten. Für den neuen Eigentümer ist damit ein erster wichtiger Schritt getan, um die Mindener Obermarktpassage in eine neue Zukunft zu führen. Nach der Fertigstellung wird die Passage außer 500 Tiefgaragenstellplätzen zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte, ein Kino, Studenten- und Seniorenwohnungen, eine Tagespflege und ein Hotel beherbergen.

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