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Was ist Fogging?

Was ist Fogging? Und ist es gefährlich für mich?

Sie haben gerade frisch renoviert und rücken die Möbel wieder an Ort und Stelle. Dabei fallen Ihnen dunkle Verfärbungen im Decken- oder Wandbereich auf. Ist das etwa Schimmel? Nein – es muss nicht immer gleich Schimmel sein, sondern es kann sich um das Phänomen Fogging handeln.

Aber was ist Fogging?

Bei Fogging handelt sich um schwarze Staubablagerungen an der Innenseite von Aussenwänden, an der Zimmerdecke, auf Heizkörpern, Einrichtungsgegenständen und Mobiliar. Nicht selten wird dieses Phänomen mit Schimmel verwechselt. Eine gesundheitliche Gefährdung ist laut Umweltbundesamt nicht zu befürchten.

Wann tritt Fogging auf?

Fogging ist ungefährlich und lässt sich langfristig beseitigen.

In viele Fällen von Fogging in der Wohnung wurde häufig gerade neu gestrichen oder die Räumlichkeiten frisch bezogen. Doch warum tritt Fogging überhaupt erst auf? Der Grund können schwerflüchtige Verbindungen (SVOC), wie Weichmacher, sein, welche in die Raumluft gelangen. Diese schwerflüchtigen Verbindungen können folgenden Ursprung haben:

  • Farben,
  • Vinyltapeten,
  • Kunststoff-Dekorplatten,
  • Fussbodenkleber 
  • PVC-Bodenbelägen 

Das Fogging tritt nicht sofort auf. Das heisst, wenn Sie die Sommertage für eine Renovierungsaktion nutzen, wird dieses Phänomen womöglich erst im Herbst mit der ersten Heizperiode auftreten. Ein Grund dafür ist, dass mit sinkenden Temperaturen, mehr geheizt und weniger gelüftet wird. Dadurch können sich die schwerflüchtigen Verbindungen (SVOC) aus Teppichen, der Raufasertapete oder Kunststoffoberflächen mit vorhandenen Staubpartikeln verbinden und sich als schmieriger Film innerhalb des Raums absetzen.

Das Umweltbundesamt hat festgestellt, dass dieses Phänomen „der schwarzen Wohnung“ erst seit den 90er-Jahren vermehrt auftritt. In 131 Schadensfällen hat das Analytiklabor Alab aus Berlin festgestellt, dass rund zwei Drittel der sogenannten „Fogging-Wohnungen“ ausschließlich von Frauen bewohnt sind.

Die Erklärung ist ganz einfach, es liegt am geschlechtsspezifischen Wohnverhalten. In Frauenhaushalten kommen grundsätzlich mehr Kerzen, Teelichter und Duftöle zum Einsatz. Eine weitere Auffälligkeit ist die intensivere Verwendung von Körperpflegemittel, Kosmetika und Reinigungsmitteln bei Frauen.

Weitere Einflussfaktoren für Fogging können sein:

Wärmebrücken in Verbindung mit schlechtem Lüftungsverhalten verstärken die Gefahr von Fogging
  • Wärmebrücken, Intensivere Dämmung und Abdichtung der Gebäudehüllen in Verbindung mit einer unzureichenden Lüftung, verhindern den Luftaustausch. Wärmebrücken entstehen, wenn zwischen der Oberflächentemperatur der Aussen- und der Innenwand ein grösserer Unterschied besteht.

    Im Sommer herrscht meist eine hohe Oberflächentemperatur der Aussenwand und die Innenseite ist viel kühler. Im Winter ist das dann genau umgekehrt. Bereiche wie Fensterrahmen und herausragende Balkone sind besonders anfällig.
     
  • Eine erhöhte Staubkonzentration in der Raumluft, vermehrt russende Kerzen mit periodischem Heizverhalten fördern das Aufkommen das Phänomen „der schwarzen Wohnung“.
     
  • So wie eine zu hohe Luftfeuchtigkeit die Schimmelpilzbildung vorantreiben kann, bietet zu geringe Luftfeuchtigkeit beste Voraussetzungen für Fogging. Das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten und der damit verbundene optimale Luftaustausch kann beides verhindern.

Wie können Schäden durch Fogging verhindert und entfernt werden?


Bei der Renovierung:

Die Spuren des Foggings können Sie mit Hilfe von Wasser und Spülmittel oder Kunststoffreiniger beseitigen. Wenn das nicht ausreichen sollte, kann es in Einzelfällen dazu kommen, dass die betroffene Tapeten oder Bodenbeläge ausgetauscht werden müssen. Wählen Sie auf jeden Fall für Ihre nächste Streichaktionen Wandfarben die lösemittel- und weichmacherfrei sind.


Bauliche Mängel:

Sollte bei der Ursachenanalyse das Problem die Wärmebrücken herauskommen, empfiehlt sich die Beseitigung einem Fachmann zu überlassen. Hier ist das Problem, dass gerade in den kälteren Monaten die Oberflächentemperatur sinkt und die beheizten Räume so auskühlen. Wenn im Winter die innenseitige Oberflächentemperatur der Aussenwände unter 13 Grad liegt, kommt zu dem Fogging dann tatsächlich ein erhöhtes Risiko für Schimmelpilzbildung hinzu.


Richtiges Lüften:

Um den vielen möglichen Einflussfaktoren entgegenzuwirken, ist das richtige Lüftungsverhalten die Basis. Sorgen Sie für einen guten Luftaustausch und das nicht nur nach der Renovierung, sondern das ganze Jahr. Wir empfehlen Ihnen dabei auf die Aussentemperaturen und Wetterverhältnisse zu achten. Für einen effektiven Luftaustausch stellen Sie die Fenster nicht auf Kipp, sondern sorgen Sie für einen frischen Durchzug, denn die Stosslüftung ist das richtige Rezept gegen mangelnden Luftaustausch. Um die Partikelbelastung zu reduzieren, können nachträgliche Filtersysteme eine einfache Hilfe sein.
 

Hier finden Sie mehr Informationen über das optimale Lüftungsverhalten


Fazit: Was ist Fogging? Vor allem ist Fogging in der Wohnung optisch gerade bei frisch renovierten Räumlichkeiten nicht schön, aber gesundheitlich unbedenklich. Mit leichten Tipps kann das Phänomen „der schwarzen Wohnung“ verhindert werden und Lüften ist das A und O.