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Drainage

Ratgeber Drainage

Möglich, aber nicht sinnvoll: Eine Drainage selbst verlegen. Wer sich im Internet oder im Bekanntenkreis zum Thema "Was tun bei Feuchtigkeit im Keller?" Hilfe holt, bekommt zumeist schnell den Ratschlag, doch einfach eine Drainage zu verlegen. In manchen Fällen kann dies auch eine gute Lösung sein. Allerdings - und das ist wichtig zu wissen! - eben nicht immer. Wer zudem noch meint, selbst Hand anlegen zu können, der muss vorab eine ganze Reihe wichtiger Fragen klären. 

Wie Sie die "Herausforderung Drainage" am besten umsetzen und worauf Sie unbedingt achten sollten, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Was ist eine Drainage?

Was ist eine Drainage?
Drainage - eine Investition für die Zukunft

Jeder, der sich mit dem Thema Drainage befasst, sollte zunächst ein wenig über den Hintergrund dieses auch Dränung genannten Entwässerungsverfahrens wissen. So ist es Aufgabe einer Drainage, bestehendes Wasser vom Kellerwandbereich abzuleiten, sodass dieses nicht in den Keller eindringen kann. 

Zwar sah die ehemalige Norm für Bauwerksabdichtungen, die DIN 18195 vor, dass jeder Keller an der Aussenseite über einen ausreichenden Abdichtungsschutz verfügen muss und dass diese Abdichtung in einer Form auszugestalten ist, dass sie der vorherrschenden Wassermenge sowie dem an das Gebäude drückenden oder nicht drückenden Wasser angemessen ist. Gleichzeitig kann mit einer optionalen Dränung jedoch erreicht werden, dass auch bei ungünstigen Witterungszuständen oder sich verändernden geologischen Gegebenheiten ein Eindringen von Wasser bzw. Feuchtigkeit in den Keller sicher verhindert wird. 

Überdies kann eine Drainage im Altbau für zusätzlichen Schutz gegen von auwwen eindringende Feuchtigkeit sorgen.

Eine Drainage nicht nur am Haus

Drainagen finden sich nicht nur direkt am Haus. Vielmehr lässt sich eine Dränung auch in Form einer Pflanzkübel-Drainage, einer Carport-Drainage oder auch einer Senkgarten-Drainage finden. Auch hier geht es immer darum, (Stau-)Nässe zu verhindern und dafür zu sorgen, dass überschüssiges Wasser ungehindert abfliessen kann. Mit einer Drainage im Garten schützen Sie somit Ihre Pflanzen, sorgen aber zugleich auch dafür, dass die gesamte Wassermenge auf dem Grundstück nicht derart zunimmt, dass auch Ihr Keller (und damit Ihr Haus) in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass es Drainagen auch ausserhalb des Bau- und Grundstücksbereichs gibt. So etwa in der Medizin, wo beispielsweise die nach dem Hamburger Internisten Gotthard Bülau benannte Bülau-Drainage dazu eingesetzt wird, um Flüssigkeit und Luft aus der Brusthöhle zu entfernen. Und bei der Easy-Flow-Drainage wird Wundsekret bei kleinen, oberflächlichen Verletzungen aus dem Körper abgeleitet.

Eine Drainage als Lösung gegen Starkregen?

In den letzten Jahren mussten wir uns, bedingt durch den Klimawandel, immer öfter mit extremen Wettereignissen auseinandersetzen. Vor allem im Zusammenhang mit hohen Temperaturen tritt immer häufiger Starkregen und Hochwasser auf. Grosse Wassermassen stellen eine enorme Herausforderung, sowohl für das Erdreich als auch für den Objektschutz Ihrer Immobilie dar. Besonders wenn im Vorfeld von Starkregen extreme Trockenheit herrscht, leitet das Erdreich die Wassermassen verzögert ab. Im Zusammenhang mit aufstauendem Sickerwasser wird eine Drainage oftmals als Lösung genannt. 

Grosse Wassermassen und aufstauendes Sickerwasser können Schäden an Ihrer Immobilie anrichten. Das wohl verbreitetste Schadensbild im Zusammenhang mit Starkregen ist ein mit Wasser vollgelaufener Keller. Wasserschäden durch Starkregen sind besonders ärgerlich und nur durch präventionale Sanierungen zu verhindern. Kurzfristig besteht nur die Möglichkeit durch mobile Schutzelemente, kritische Stellen, wie Kellereingänge oder erdnahe Fenster, vor eintretendem Oberwasser zu schützen. Aber da Starkregen auch eine Herausforderung für das Erdreich ist, steht besonders die Aussenabdichtung Ihrer Kellerwände im Fokus. Eine kurzfristige Verbesserung Ihrer Aussenabdichtung ist bei Starkregen nicht möglich, deshalb müssen Sie sich bereits im Vorfeld der Gefahr eines mit Wasser vollgelaufenen Kellers durch Starkregen bewusst sein. 

Doch auch bei Starkregen gilt: Eine Drainage kann zwar bei der Ableitung von aufgestautem Sickerwasser helfen, dennoch ist festzuhalten, dass eine fachmännische Aussenabdichtung in den meisten Fällen als Objektschutz ausreicht.

Keller trockenlegen mit einer Drainage

Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: dem feuchten Keller. Soll hier mittels Dränung für ein Trockenlegen gesorgt werden und wollen Sie eine Drainage verlegen, müssen Sie nicht nur alle geltenden Normen beachten. Vielmehr müssen Sie immer auch dafür Sorge tragen, dass es im späteren Betrieb nicht zu Problemen (etwa durch undichte Leitungen, fehlendes Gefälle oder ähnliches) kommt. 

Nicht ohne Grund wurde durch das Deutsche Institut für Normung für eine Dränung nach DIN 4095 (Dränung zum Schutz baulicher Anlagen) festgelegt, dass diese aus einer Schicht Kies zur Fassung anstehenden Bodenwassers, einer Filterschicht Dränagekies sowie einem Filtervlies bestehen muss. Ferner sind für die Aufnahme sowie die Ableitung des Wassers Dränagerohre mit einem Gefälle von mindestens 0,5 Prozent zur Hebeanlage zu verlegen. Auch Revisionsschächte für die Wartung und Inspektion sowie für Reinigungsarbeiten sind nötig. Eine Drainage ersetzt jedoch keine funktionstüchtige Abdichtung.

Der Dränageanschluss an die Regenwasserkanalisation hat rückstaufrei mittels eines Übergabeschachtes mit automatisch arbeitender Hebeanlage zu erfolgen. Und nicht zuletzt ist vorgesehen, dass an Gebäuden Kunststoff-Dränagerohre aus Hart-PVC nach der DIN 1187 Form A oder der DIN 4262-1 eingebaut werden. 

Eine Vielzahl von Bedingungen also, welche es zu beachten gilt. Doch mögen diese Voraussetzungen auch lästig oder (für einen Laien) unnötig erscheinen - damit eine Drainage störungsfrei und zuverlässig funktioniert, sind sie unabdingbar!

Drainage - wie tief verlegen?

Dränung
Dränung

Wer eine Drainage legen und die mit der Drainage seine Kellerwand und letztlich auch sein Haus vor Wasser und Feuchtigkeit schützen will, muss auch über die erforderliche Tiefe der zu verlegenden Rohre im Bilde sein. Grundsätzlich wird ein Stangen-Dränrohr in ein Kiesbett verlegt, welches eine Vliesummantelung aufweist. An seinen Aussenseiten verfügt das Dränrohr über kleinere Öffnungen, durch welche Sickerwasser ins Rohr gelangt und sodann abgeführt wird. Der Drainagegraben sollte dabei etwas unterhalb des Kellerbodens verlegt werden. Hinsichtlich des Drainage-Durchmesser gilt: In aller Regel sind Drainagerohre mit einem Durchmesser von 100 mm empfohlen. 

Kann man das selber machen?

Drainage verlegen
Eine Drainage selber verlegen

Nicht wenige Hausbesitzer spielen vor allem aus Kostengründen mit dem Gedanken, eine Drainage selbst zu verlegen. Auf den ersten Blick scheint angesichts der in Baumärkten und entsprechenden Online-Shops angebotenen Dränungs-Produkte kaum etwas dagegen zu sprechen. Doch wer sich ein wenig intensiver mit der Materie befasst und an einer langfristig sicheren Nutzung interessiert ist, erkennt schnell die Grenzen des eigenen Handelns. Mit ein wenig Garten aufgraben und Rohre verlegen ist es hier nämlich nicht getan! Wir von ISOTEC raten deshalb schon immer dazu, die Verlegung eines Drainagesystems vom Fachmann ausführen zu lassen. Und das aus zwei guten Gründen:

1. Ist eine Drainage überhaupt notwendig?

Ein Fachunternehmen berät Sie eingehend und erläutert Ihnen, ob eine Drainage an Ihrem Standort wirklich sinnvoll ist, oder ob Sie darauf verzichten können. Grundsätzlich gilt die Faustregel, dass Drainagen vor allem bei Häusern sinnvoll sind, die vor 1970 erbaut worden sind. Bei Häusern mit einer durchgängigen Bodenplatte und bei Verwendung geeigneter Materialien hingegen ist eine Drainage oft nicht notwendig. Hier ist eine solide Aussenabdichtung eher zu empfehlen.

Tipp: Die Gründe, wieso man sich ggf. eine Drainage sparen sollte, können Sie in diesem Blogartikel zum Thema Drainage verlegen  oder Drainage - Vor- und Nachteile nachlesen.

2. Wir gewährleisten Funktionssicherheit durch fachgerechte Verlegung

Um die Funktionsfähigkeit langfristig zu gewährleisten, sollte eine Drainage - sofern sie denn überhaupt benötigt wird - stets von einem Fachunternehmen verlegt werden. Wie oben bereits eingehend aufgezeigt, ist die Verlegung nach DIN 4095 alles andere als simpel. Die exakte Tiefe, der richtige Durchmesser der zum Einsatz kommenden Drainagerohre und auch deren Art müssen in jeder Hinsicht stimmen! 

Zudem sollte unbedingt sichergestellt sein, dass ausschliesslich Stangendränrohre verwendet werden. Obwohl nicht selten auf Baustellen zu sehen, ist die Nutzung von Rollendrähnrohren nicht vorschriftsgemäss! Mit einem solchen Rohr kann ein Gefälle von 0,5 Prozent nicht gewährleistet werden und es besteht die Gefahr, dass das Wasser nicht richtig abläuft.

Lassen Sie sich daher in jedem Fall von einem Fachbetrieb beraten! So erfahren Sie schnell, ob Sie wirklich eine Drainage benötigen oder ob eine Aussenabdichtung genügt. Und wenn Sie um die Investition einer Drainage nicht herumkommen, hilft Ihnen die fachmännische Verlegung, langfristig viel Ärger, Zeit und Geld zu sparen.

Ein wichtiger Punkt darf bei einer Drainage nicht vergessen werden: die Ableitung des Dränwassers. Denn das Dränwasser muss irgendwohin abgeleitet werden. Entweder durch eine Rigole (sehr kostenintensiv) oder durch den Kanalanschluss. Dies muss allerdings genehmigt werden. Das Einleiten von Drainagewasser ohne Genehmigung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Vielfach sind die Kanäle überlastet und somit wird es nicht genehmigt.

Entwässerung - Wir beheben defekte Drainagen

Eine Abhilfe ist nötig, wenn Ihre Drainage defekt ist: Nässe kann die Bausubstanz nachhaltig schädigen und durch die Bildung von Schimmel treten Gefahren für die Gesundheit der Bewohner auf. Aber Einzelmassnahmen zur Sanierung bringen meist keinen dauerhaften Erfolg, vor allem dann nicht, wenn es sich um bauphysikalische Mängel handelt. Wurde beim Verlegen der Entwässerungsvorrichtungen z.B. unsachgemäss gearbeitet, sind Systemlösungen gefragt.

ISOTEC weiss, was für den Bautenschutz zu tun ist: Wir stellen Ihnen die erforderlichen Massnahmen vor und führen die Arbeiten aus. Eine mangelhafte Drainage ist also nicht das Ende Ihres Traums vom Eigenheim, sie sind vielmehr ein Fall für ISOTEC!